Es wird kalt, es wird grau, der Strand scheint seine Funktion verloren zu haben und die Bikinifigur wurde dieses Jahr auch wieder nicht perfektioniert.

Für einige heißt es Trübsal blasen. Für mich heißt es Herbst. Wir leben in einem Land mit Jahreszeiten. Kalt, warm, hell, dunkel, grün, bunt, gold, grau, weiß. Wem der Herbst nicht gefällt, der wartet eben auf den Winter. Und wer Weihnachten und Backbananen auch kacke findet, ist einerseits sehr komisch, und wartet andererseits dann eben auf den Frühling.

Ich allerdings freue mich auf den Wechsel der Jahreszeiten. Nicht das ich deswegen grinsend in der Gegend rum laufen würde. Wer mich kennt würde eher sagen, dass dies nicht meinem Naturell entspricht. Aber ab und an bewegen sich die Mundwinkel dezent nach oben. Das liegt daran, dass der Strand nun viel öfter nur mir gehört. Weil die Luft so klar und so frisch ist. Weil das Sternenbild am Himmel sich ändert. Weil ich einen Pilz gefunden habe. Weil ich auch so viele schöne Erinnerungen mit dem Herbst habe. Wie jede Jahreszeit, ist er ein guter alter Freund. Ein Wegbegleiter. Dem ich gerne willkommen heiße und zu dem ich, wenn die Zeit gekommen ist, gerne auch „Auf Wiedersehen“ sage.

Die meisten haben wohl Schwierigkeiten mit den Vitamin D Verlust. Die Sonne scheint weniger und es wird kalt. Aber wie wir Küstenkinder doch wissen: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Die angeblich dunkle Jahreszeit bricht nun an. Aber wozu hat man Kerzen und Licht erfunden?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Mit Veränderungen tun wir uns schwer. Dies habe ich auch wieder am eigenen Leib erfahren. Ich bin nun also dieses Kapitän Ka Menschlein. Am Anfang ratlos, einsam, frierend. Aber man kann ja jeder Zeit nach Rat fragen. Man kann sich nach links und rechts umschauen, irgendjemand wird da sein. Und im meinem Fall sind da viele tolle Menschen. Und wenn ich im Herbst friere, ziehe ich einfach einen weiteren, sehr lang gehegten und gepflegten Wegbegleiter an: meine grüne Jacke (einige von euch wissen genau welche ich meine)…

Die Welt, die wird sich immer drehen. Entscheidend ist: drehst du dich mit oder bleibst du stehen?

Es ist Oktober. Die Insider unter euch wissen ja was das bedeutet. Offiziell wird Kapitän Ka am 19.10. 3 Jahre alt. Ich habe mir einige Gedanken dazu gemacht. Ich glaube so fühlt es sich an, wenn man 30 wird. Man ist unsicher. Die Erwartungen die man zu Kindheitstagen vom 30jährigen Ich hatte, entsprechen nicht der Realität. Jedenfalls bei einem großen Teil von uns. Die 30 habe ich noch nicht erreicht. Die wird noch folgen. Aber ich selbst hätte mich vor 20 Jahren auf jeden Fall in meinem eigenen Haus, mit einem Hund und Kindern gesehen. Jahrelang im Beruf den ich erlernt hätte. Aber wisst ihr was? Ich habe mich dagegen entschieden. Mit jeder Faser meines Körpers. Auch wenn ich nicht immer zufrieden mit der Entwicklung des Lebens bin, drehe ich mich mit der Welt. Ich gehe den Weg, den ich mir gebaut habe. Und bin beim Bauen nicht immer sicher, welche Richtung er weiter einschlagen wird. Und hey, immerhin habe ich ein Dach über den Kopf, und neben mir liegt mein treuster Begleiter, den ich sogar länger als die grüne Jacke mein eigen nennen darf, mein Hund. So ist es wohl nun auch mit Kapitän Ka- ein (Ent)Scheideweg. Eine Veränderung. Die Vorstellung von der Firma, die ich in ihren Kinderschuhen davon hatte, gibt es nicht mehr. Es wird Zeit neue Vorstellungen zu machen, den Weg neu zu pflastern. Die Möglichkeiten der Richtungen zu nutzen. Dieses Jahr feiere ich das dreijährige Bestehen einer Firma. Meiner Firma. Einem Teil von mir. Mit meiner grünen Jacke, meinem Hund und euch. Doch es werden nicht drei Kerzen auf der Geburtstagstorte brennen, sondern vier. Drei für die bisherige Zeit und eine, meine ganz eigene, für die neue Zeit. Den neuen Weg, die Freude und die Freunde die ihn mit mir gehen. Die am Rand stehen mich anfeuern, in welcher Form auch immer. Für die die sagen: „du kannst doch nicht…“, „das wird doch nichts…“, „das schaffst du nicht…“. Auch ihr spornt mich an. Euch bin ich ebenso dankbar.

Wer die bisherige Kapitän Ka Geschichte verfolgt hat dem ist nicht entgangen, dass wir zu unserem Geburtstag immer eine Kleinigkeit im Petto hatten. Zu diesem emotionalen Geburtstag soll es nicht anders sein. Da dieses Mal alles anders ist, habt ihr auch die freie Wahl. Es gibt keine Einschränkungen, es gibt keinen Plan, es gibt so viele Richtungen in die ihr gehen könnt, so viele Dinge die ihr tun könnt. Wollt ihr schreiben warum ich weiter machen soll? Wollt ihr ein Bild mit euren Kapitän Ka Sachen machen. Wollt ihr mir ein Gedicht schreiben? Ein Lied? Was erinnert euch an Kapitän Ka, was verbindet ihr mit meiner Firma? Warum findet ihr sie gut? Warum findet ihr sie kacke? Was fehlt? Wollt ihr mir helfen? Egal was ihr wollt, zeigt mir und der Welt da draußen, egal ob dreißig oder drei, wir kommen mit allem klar. Dreht euch mit der Welt…

Ich freue mich über eure Einsendungen bis zum 31.10.

In diesem Sinne,

Willkommen Herbst, Willkommen Veränderung!

Eure Ka, das Ka und mittlerweile auch der Kapitän von Kapitän Ka…